Übersicht der Sanierungsmaßnahmen

Das Baujahr des derzeitigen Fachwerkhauses ist nicht bekannt. Als Grund für einen Pächterwechsel 1799 wird der drohende Verfall des Gebäudes am Standort genannt. Es ist davon auszugehen, dass in diesem und im Folgejahr signifikante Aufbau- ggf. auch Umbaumaßnahmen stattgefunden haben.

Einige Riegel und Balken, die nicht verwendete Zapfenlöcher haben, weisen auf Umbaumaßnahmen mit Wiederverwendung hin. Auch verbautes Holz im sichtbaren Innenbereich mit Brandspuren sind zu finden. Die meisten Holzelemente, Ständer, Riegel und Balken sind gesägt. Einige Ständer sind – erkennbar an den Beilspuren – durch „Beilen“ hergestellt. Dies deutet auf eine Herstellung vor 1799 hin. Die gesamte Fachwerkkonstruktion, einschließlich Dachstuhl ist aus Eiche.

Seit Übernahme durch die Familie Eickelpasch im Jahr 2007 wurden die folgenden denkmalschutz-relevanten Maßnahmen durchgeführt:
  • Erneuerung der Fußschwellen und unteren Fachwerkbereiche
  • Erneuerung der Dielen des Heubodens
  • Wiederherstellung von vier Fenstern Nordseite Tenne
  • Isolierung des Daches
  • Wiederherstellung des ursprünglichen Grundrisses der Tenne
  • Rekonstruktion einer Kammer im Flett Süd
  • Freilegung des ursprünglichen Ost-Giebels
  • Erneuerung des Tennentors
  • Wiederherstellung fehlender Fachwerkelemente im Flett Nord

Aufgrund des Umfangs haben wir die Sanierungsmaßnahmen in die Bereiche
1. Fachwerkbereiche, 2. Tennentor, 3. Giebel und Dach sowie 4. Rekonstruktionen aufgeteilt.